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Zwei bis vier Minuten – mehr Zeit bleibt nicht, um sich aus einem
brennenden Gebäude zu retten – vorausgesetzt, ein Rauchmelder
schlägt Alarm. In Deutschland kommen jährlich etwa 600 Menschen
bei Bränden ums Leben, die meisten von ihnen in Privathaushalten.
95 Prozent der Todesopfer sterben nicht in den Flammen, sondern an
einer Rauchvergiftung.
Der giftige Rauch kann bereits nach drei Atemzügen zu Bewusstlosigkeit und nach zehn sogar zum Tod führen.
“70 Prozent der Brandopfer werden nachts im Schlaf vom Feuer
überrascht”, erklärt Sven Klein vom Verband öffentlicher Versicherer.
Der beste Schutz vor einem Feuer ist ein qualitätsgeprüfter Rauchmelder.
Sein durchdringendes Signal macht einen Wahnsinnskrach. So weckt er
im Brandfall alle auf und sorgt für den nötigen Vorsprung, um sich in
Sicherheit zu bringen. Sven Klein rät, beim Kauf eines Rauchmelders
auf das VdS-Prüfzeichen zu achten. Das Gütesiegel steht für Sicherheit
und Qualität. Billiggeräte schlagen oft erst ab einer Rauchkonzentration
von 30 Prozent Alarm, das ist viel zu spät.
Ein VdS-zertifizierter Rauchmelder sendet sein Signal dagegen schon ab
rund einem Prozent Rauchdichte. Der Experte
vom Verband empfiehlt batteriebetriebene optische Geräte:
„Sie funktionieren auch dann, wenn der Strom ausfällt. Wichtig ist außerdem,
dass sie einen Testknopf haben, mit dem man jederzeit ihre
Funktionstüchtigkeit prüfen kann.”
Gute Rauchmelder geben zudem ein Warnsignal, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss.
Qualitätsgeprüfte Rauchmelder gibt es bereits ab rund 20 Euro im
Elektrofachhandel, bei Sicherheits- und Brandschutzfirmen und in
Baumärkten. Optimalen Schutz bietet ein Rauchmelder pro Raum mittig an der
Zimmerdecke. Mindestens sollte aber pro Etage einer in zentraler Lage,
etwa im Flur, und die übrigen in den Schlaf- und Kinderzimmern montiert
werden – dabei Dachböden und Kellerräume nicht vergessen!
Alarmierend: Nur fünf Prozent deutscher Haushalte sind mit
Rauchmeldern ausgestattet!
In Deutschland gibt es keine einheitliche, bundesweite Pflicht zur
Installation von Rauchmeldern in Privatwohnungen. Die Folge: nur in
etwa 5 Prozent der privaten Haushalte sind die intelligenten Lebensretter
vorhanden. Zum Vergleich: In Großbritannien und den USA liegt die
Quote in privaten Wohngebäuden zwischen 75 und 90 Prozent. Auf
Länderebene gibt es bisher nur eine Rauchmelderpflicht in Rheinland-
Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, dem Saarland und in Hamburg.
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